|


Birth liegt im Westen der Stadt Velbert, grenzt an die Nachbarstadt Heiligenhaus und reicht nach Osten hin bis zum Grüngürtel auf dem Tunnel der Autobahn A44. Im Norden schließt sich der Stadtteil Losenburg an; im Süden der Stadtteil "Am Berg". Der Stadtbezirk befindet sich auf einer Höhe von etwa 150 bis 250 Metern über NN und ist mit einer Einwohnerzahl von zurzeit etwa 6.300 auf einer Fläche von ca.einem Quadratkilometer relativ dicht bevölkert.
Dementsprechend findet man vorwiegend Hoch-und Mehrfamilienhäuser vor und nur wenige Straßenzüge mit Einfamilienhäusern. Im Nordwesten Birth´s schließt sich jedoch die „Grüne Insel“ an, die aus einer Schreber-
gartenanlage, einigen Bauernhöfen sowie
Wiesen und Feldern besteht.
In den 1980ern Jahren wurde unter massivem Aufwand mit dem Tunnel Birth und der Talbrücke im Hefel ein etwa sieben Kilometer langes Teilstück der als DüBoDo bekannten A44 auf Velberter Stadtgebiet
gebaut. Bis heute ist dieses Teilstück nicht, wie geplant an die A3 im Westen (als vordringlicher
Bedarf eingestuft) und A43 im Osten (kein Bedarf), an das Autobahnnetz angeschlossen. Derzeit wird an
einem autobahnähnlichen Ausbau der B227 am Ostende von Langenberg nach Kupferdreh gebaut. Seit 1989
besteht vom Dreieck Velbert-Nord ein autobahnähnlicher Ausbau der B224n zur A46 im Autobahnkreuz
Sonnborn in Wuppertal mit Anschlüssen in Velbert-Mitte und Tönisheide.
|
|
Wer in Birth wohnte, sagte "Velbert-West"

"Velbert-West" sagten die Mädchen bis Anfang der 60er gerne zu ihren "Dates", wenn die sie nach ihrem Wohnort fragten. Die meisten
Burschen wussten aber, dass damit Birth gemeint war und - ließen die Mädels allein nach Hause gehen. Weil sie Angst hatten, "die Hucke voll" zu kriegen, wie alte Velberter heute noch sagen. Das war damals. Und dieses damals erstreckt sich von vor dem Krieg bis eben in die 60er Jahre des vorigen Jahrhunderts. Dabei hatte der Stadtteil "Birther Höfe" durchaus prosperierend begonnen. Im Jahre 1889 wurde die Zeche "Eisenberg" gegründet. Sie bot Arbeitsplätze für viele Menschen aus Nah und Fern. Die gewonnenen Erze wurden über die "Schleppbahn" nach Kupferdreh zur Phönix-Hütte transportiert. Für Eisenbahn-Fans interessant: Auf einer Landkarte, die zwischen 1875 und 1885 erschien, ist diese Bahn durch den Langenhorster Wald noch als "kleinere" Eisenbahnlinie - die so genannte Schmalspurbahn - eingezeichnet. Die Zechenarbeiter wurden in Holzhäusern untergebracht, den späteren Armenhäusern, die dem Stadtteil dann auch den Ruf als Vororts-Armenvietel gaben. Das letzte Wohnheim der Zeche wurde Ende der 60er Jahre abgerissen.Was die wenigsten wissen: Das Gelände mit dem Eingangsstollen, ein etwa 40x40 Meter großes Areal nahe der kath. Kirche an der Ecke Birther-/Von-Humboldt-Straße darf nicht bebaut werden. Es steht sozusagen unter Denkmalschutz. Auch wenn man den Eingangsstollen heute nicht mehr sieht. Er ist inzwischen zugewachsen. "Trotz mancher Probleme, mit denen Birth auch heute noch zu tun hat, glaube ich nicht, dass es viele Ecken gibt, die sich so entwickelt haben", sagt Postkarten-Sammler Karl-Heinz Lobe, der selbst Wurzeln in dem Stadtteil hat. Denn immerhin: Birth umfasst eine Fläche von 93 Hektar mit einer Einwohnerzahl von knapp 6400. Lobe: "Das ist immer noch eine Menge, obwohl der Stadtteil ja für 10 000 Menschen konzipiert wurde." Und doch werde für beinah jeden etwas geboten, sei es in sportlicher oder freizeitlicher Hinsicht. Darüber hinaus sei es wirklich nur ein "Katzensprung" ins Grüne. Und doch kann nicht nur nach Ansicht Lobes noch einiges in dem Stadtteil getan werden. "Zwar soll im Rahmen des Handlungskonzeptes auch das Einkaufszentrum verschönert werden und wir warten auf die Landesmittel", sagt Joachim Nissen, Betreiber des alten und neuen
Edeka-Marktes. "Aber mir fehlt ein bisschen die Eigeninitiative, um Dinge kurzfristig zu verbesse rn", fügt er hinzu. So hätte das Wohnumfeld seiner Meinung nach in der Zwischenzeit von den Bürgern schon optisch aufgewertet werden können. Sowohl Nissen als auch Lobe bemängeln, dass es in Birth keine Zweigstelle der Post mehr gebe. Es gebe aber durchaus Bedarf, meint der Edeka-Betreiber. Denn: "Wir verkaufen relativ
viele Briefmarken." (Textquelle teils WAZ)

Die Erlöserkirche in Velbert Birth (Anfang 60er Jahre)

Entstehung von Wohnhäusern in Velbert Birth 1975

Ein Blick auf den Bau der Hauptschule (jetzt Gymnasium GSG)

Zeche Eisenberg (Ende des 19. Jahrhunderts)

Blick auf das Velberter Hochhaus am Kreisverkehr (2004)

(C) Eine Aktion von www.Birther.net
|