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Umstrittene Antifa-Demo in Velbert am 4.2.2012
Last Post 25-01-2012 21:26 byParanoia. 0 Replies.
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25-01-2012 21:26

Am 4. Februar 2012 startet nun zum wiederholten mal eine "Gedenk-Demo" für den im Herminghauspark ermordeten Obdachlosen Horst Pulter. Nicht nur bei Rechten und Linken spalten sich hierzu die Ansichten zu den wahren Absichten der Initiatoren.  


Hier der Aufruf der Antifa Velbert:

 

Im kommenden Februar jährt sich zum 17. mal der Todestag Horst Pulter´s – am Sonntag, den 05.02.1995 wurde der damals 65-jährige Obdachlose im Velberter Herminghauspark von sieben Neonazis zunächst als »Penner« und »Scheißjude« verhöhnt, zusammengeschlagen und später getötet. Im dritten Jahr in Folge gedenken wir nun diesem Opfer rechter Gewalt und sozialer

Ausgrenzung. Zwar erkennt der zuständige Staatsanwalt damals eine „rechtsradikale, menschenverachtende Gesinnung“ der Täter, doch Polizei und Politik verschweigen diese Tatsachen bis heute. Dieses konsequente Leugnen von rechtsradikalen Strukturen in Velbert zieht sich bis heute wie ein roter Faden durch den lokalpolitischen Alltag. „Wir wollen die erfolgreiche Arbeit des Judoclubs nicht kaputt machen.“ So kommentiert die Velberter Politik es wenn öffentlich wird, dass der 2. Vorsitzende des lokalen Judovereins ein polizeibekanntes Mitglied der lokalen Neonaziszene ist. Die Tatsache, dass ein Inhaber einer Musikschule gleichzeitig auch NPD-Unterstützer ist, wird von der Stadt ganz offiziell mit „wir müssen uns neutral verhalten“ kommentiert. Regelmäßig tauchen im Stadtbild rechte Schmierereien und Aufkleber auf, Pöbeleien gegen und tätliche Angriffe auf mutmaßliche Antifaschisten sind an der Tagesordnung. Zu all dem gibt es keinen Kommentar von der Stadt – im Gegenteil: Velberter Polizisten sprechen im WAZ-Interview ganz offen über Vorbehalte gegenüber Ausländern. Ein Dezernent der Stadt glänzte erst kürzlich im Zusammenhang mit den katastrophalen Bedingungen im lokalen Asylbewerberheim mit einer zutiefst menschenverachtenden und rassistischen Stellungnahme in einem Interview mit Sat1.

Diese erschreckende Häufung nicht hinnehmbarer Vorkommnisse hat uns dazu veranlasst, die diesjährige Gedenkdemo zum Tod Horst Pulters auch dafür zu nutzen, die alltägliche, rassistische und menschenverachtende Politik der Stadt in den Fokus der Öffentlichkeit zu ziehen.

Am Samstag, den 4. Februar 2012 werden wir daher also unter dem Motto „Kein Vergeben, kein Vergessen“ im Gedenken an alle Opfer rechter Gewalt, sozialer Ausgrenzung und rassistischer Asylpolitik in Velbert demonstrieren.

Helft uns, ein klares antifaschistisches Zeichen in den braunen Alltagstrott zu setzen, denn es gibt kein ruhiges Hinterland. Wir haben Flyer, Plakate und Aufkleber drucken lassen, um auf dieses wichtige Anliegen aufmerksam zu machen. Das Mobimaterial ist bei uns anzufragen. Wir denken ihr habt Verständnis dafür dass wir nur solche Anfragen bearbeiten, die klar als ehrliche Anfragen zu identifizieren sind. Nutzt also bitte eure bekannten Mailadressen für Mobistuff-Anfragen, teilt unseren Aufruf und veröffentlicht ihn auch in euern Blogs und auf euern Internetseiten.

Ebenfalls ist unter www.roter-shop.de diverser Soli-Kram (T-Shirts, Kapuzis, Aufkleber, Buttons) zu bestellen, deren Einnahmen uns in unserer antifaschistischen Arbeit unterstützen würden.



Hier ein Kommentar aus der "rechten Szene":

Vor 17 Jahren wurde in Velbert der Obdachlose Horst Pulter von einer Gruppe Nichtskönnern, Asozialen und Untermenschen umgebracht. Dieses Gesindel, welches normalerweise zur Lampenschirm-Produktion abkommandiert werden sollte, bezeichnete sich selber mehr oder weniger als “Rechtsextrem”, was nicht ganz unüblich ist, da sich andauernd das allerletzte Pack als “Nazi” bezeichnet, im Glauben, dass Selbstwertgefühl und die Anerkennung zu steigern.

Horst Pulter wurde also von Untermenschen umgebracht. Doch auch im Tode findet er wohl keine Ruhe. Denn ca. 15 Jahre später kamen die nächsten Untermenschen um die Ecke und instrumentalisierten seinen Tod einzig und allein für die eigene Propaganda. Denn Horst Pulter hatte das “Glück”, von angeblichen Nazis erstochen worden zu sein, und nicht von einer Horde Qualitätsmigranten, welche ihm wahrscheinlich noch ein “Scheiß Deutscher” mit in den Tod getreten hätten. In so einem Fall, würde es am 4. Februar keine “Gedenkdemo” für Horst geben. Traurig an der Sache ist zusätzlich noch, dass seine linken Freunde von heute, wohl sein Todesdatum, nicht aber sein Geburtsdatum kennen. Gut also, das er von “Nazis” umgebracht wurde, denn andernfalls würden sie noch nicht einmal seinen Namen kennen…..

Das selbe gilt aber auch für die jährlichen Gedenkdemos in Stolberg. Wäre Kevin Plum von Deutschen ermordet worden, würde sich heute auch keiner mehr für ihn interessieren, geschweige denn seinen Namen kennen.

 

 

 

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